Technik, die begeistert: Objektiv Sigma 18-35 mm f/1.8 für Nikon

In meinem Artikel zur Vorstellung der Nikon 7500 hatte ich ja hinreichend meine Unzufriedenheit mit dem Kit-Objektiv von Nikon kundgetan. Die Suppe hatte ich mir allerdings ja auch selber eingebrockt, weil ich mit dem gewählten Megazoom 18-300 mm zu gierig war und eine Brennweitenverbesserung gegenüber meinem alten 18-200 mm-Objektiv haben wollte.

Durch den Support von Nikon konnte zwar sowohl bei der Kamera wie auch beim Objektiv ein Fokusproblem behoben werden, welches die Abbildungseigenschaften dieser Kombination für mich akzeptabel machten. Die Recherche zu diesem Thema hatte in mir eine „innere Unruhe“ erzeugt, so dass ich nun unbedingt zusätzlich ein Weitwinkel-Objektiv mit herausragenden Abbildungseigenschaften haben wollte.

Ich habe es gefunden: das Sigma 18-35 mm f/1.8 (erhältlich u.a. für Nikon-Kameras, aber auch für Canon, Pentax, Sony und Sigma). Obwohl es keine Festbrennweite ist, hat es trotzdem eine sehr gute Bildqualität und ist zudem mit einer durchgehenden Offenblende von 1,8 sehr lichtstark. (Affiliate-Link: Sigma 18-35 mm f/1.8)

Dies hat alles natürlich seinen Preis. Einmal natürlich finanziell, bei mir lag der Preis knapp unter 700€. Zum anderen bringt es ca 810 g auf die Waage und sitzt mit einer Länge von ca. 12 cm vor der Kamera.

Der Brennweitenbereich ist mit 18-35 mm natürlich knapp bemessen. Die Bildschärfe entschädigt hier aber für mich mehr als ausreichend. Zudem habe ich für mich festgestellt, dass beispielsweise bei Städtetouren ich die meisten Bilder genau in diesem Brennweitenbereich schieße. Ich sehe es daher anders herum: Ich habe im Gegensatz zu einer Festbrennweite einen gewissen Brennweitenspielraum, dies aber mit der Bildqualität einer Festbrennweite.

Einen Bildstabilisator besitzt das Objektiv nicht, darauf wurde wohl aus Gründen der Lichtstärke verzichtet. Lediglich einen Fokusschalter zum Abschalten des automatischen Fokus findet man am Objektiv. Die Haptik wirkt durch die gelungene Mischung von Metall und Kunststoff auf mich sehr edel und passt damit zum aufgerufenen Preis.

Der Fokus arbeitet über den ultraschallangetriebenen Motor sehr, sehr leise, so dass ich mich schon ertappt habe, dass ich kontrolliert habe, ob sich der Ring zur Entfernungseinstellung wirklich bewegt. Das manuelle Fokussieren über den Einstellring wird durch den sehr griffigen und breiten Ring erleichtert und gelingt daher sehr präzise, wenn die Sonnenblende entweder abgenommen oder in Fotografierstellung aufgesetzt ist. Beim schnellen Bild mit „falsch herum“ aufgesetzter Sonnenblende (Transportstellung) kommt man mit seinen Fingern aber kaum an den Ring an, betrifft ja aber wie gesagt nur den Fall der manuellen Fokussierung. Für mich daher vernachlässigbar.

Fazit: Man erhält mit dem Sigma ein Objektiv mit ausgezeichneter Abbildungsqualität und guter Verarbeitungsqualität. Gewicht und Größe belasten den Fotorucksack deutlich, der Preis den Geldbeutel erheblich. Die Brennweitenabdeckung ist mit 18 – 35 mm (APS-C) eingeschränkt. Ich persönlich bin bei Abwägung aller Pros und Cons restlos zufrieden, muss mich aber natürlich zukünftig auf die Suche einer geeigneten Brennweitenergänzung im Telebereich machen. (Affiliate-Link: Sigma 18-35 mm f/1.8)