Compact Traveler Mini M-1 von Rollei als handliches Immer-dabei-Stativ

Wer kennt die Frage nicht? Schleppe ich nun das große Stativ mit oder nicht? Häufig ist doch die Antwort, dass einem der Aufwand des Mitschleppens im Vergleich zu den wenigen Gelegenheiten des Einsatzes zu groß ist.

Daher habe ich nach einer stabilen, aber deutlich kleineren Alternative gesucht. Quasi als Pendant zum Immer-drauf-Objektiv (wo man ja auch Qualitätseinbußen in Kauf nimmt) das Immer-dabei-Stativ. Durch die guten Erfahrung mit dem großen Bruder, dem Rollei Reisestativ CT-5C (Affiliate-Link Reisestativ CZ-5C) lies die Wahl schnell auf die Rollei-Variante eines Mini-Stativs fallen, dem Compact Traveler Mini M-1 (Affiliate-Link: Rollei Compact Traveler Mini M-1). Derzeit im Angebot für ca. 60 €, Listenpreis 80 €.

Im Lieferumfang enthalten sind das Stativ vorwiegend aus Aluminium, ein Beutel sowie in einer Beuteltasche ein Inbusschlüssel zum Nachziehen der Gelenkschrauben. Durch die relativ kleine Größe bekommt man dieses Stativ sehr gut in einer Fototasche oder Fotorucksack verstaut. Maße ca. 9 cm in der Breite und 16 cm in der Höhe, wenn man die Säule einfährt und Wechselplatte bzw. eine Schraube vernachlässigt. Spart man sich das Ausfahren der Säule, kommt man auf ca. 24. cm Höhe. Dies alles bei einem halben Kilo Gewicht.

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Rollei

Jedes Bein kann verlängert werden, nachfolgende Betrachtung zunächst ohne Verlängerung: Die Stativbeine wie beim großen Bruder CT-5C umgeklappt und haben 3 Arretierungspositionen mit unterschiedlichen Neigungswinkeln. In der ersten Position liegen die Stativbeine sehr flach knapp über der Stellfläche, bieten aber einen sehr guten Stand. Nachteil: die Säule muss hierzu ausgefahren sein, was die Konstruktion etwas wacklig macht. Ohne Wind ist dies aber kein größeres Problem.

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Die zweite Stufe ist für mich der beste Kompromiss, da man immer noch einen sehr stabilen Stand hat, aber die Säule einfahren kann. In der letzten Position, die man nur bei sehr kleinen Stellflächen verwenden würde, muss man mein Objektiv (relativ schwer und lang: Sigma 18-35 mm f/1.8) schon direkt über einem Bein platzieren, damit die Stativ-Kamera-Objektiv-Kombination halbwegs stabil steht, wirkt aber trotzdem wacklig.

Die Beine kann man durch leichte Drehungen der Füße in 3 Stufen ausfahren, um für etwaige Hindernisse Höhe zu gewinnen. Macht das ganze nicht stabiler, ist aber für dieses kleine Stativ ok. Würde ich persönlich nur im Notfall (eben bei Sichtbehinderungen) machen und ansonsten die Variante „Beine nicht ausfahren, Winkelstufe 2“ wählen. Sofern man die Stellfläche hat.

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Der Stativkopf wird durch einen Kugelregler gesteuert, wobei sich zunächst die zusätzliche Drehachse mit der Gradanzeige löst, danach der Kugelkopf. Der letzte obere Drehregler löst die Schnellwechselplatte.

Fazit: Ich finde, dass das Ministativ einen guten Kompromiss zwischen Gewicht, Stabilität und Größe bietet und zudem zumindest im Angebotspreis einen fairen Preis aufruft. Es lässt sich relativ problemlos verstauen und ist schnell aufgebaut. Klar, geht alles stabiler, dann aber wohl nur mit größeren, unhandlicheren Stativen. Im Familien-Sightseeing-Städteeinsatz mein klarer Favorit. Bei gezielten Fotoeinsätzen, wo es auf Gewicht und Größe nicht ankommt, würde ich aber immer stabilere Varianten bevorzugen. Hier noch einmal der Affiliate-Link zum Rollei-Shop: Rollei Compact Traveler Mini M-1.

Foto Koester