Bestimmung der optimalen Belichtungszeit und des Intervalls bei Zeitrafferaufnahmen

Da sich jedes Motiv in der Bewegung anders verhält, muss man die Parameter für eine Zeitraffer-Ausnahme jedes mal neu kalkulieren. Dies trifft insbesondere für den Fall zu, bei dem man den Zeitrafferclip nicht nur durch ein beschleunigtes Video produziert, sondern über Einzelaufnahmen durch den Fotoapparat. Von letzterem wird nachfolgend ausgegangen.

Ausgangsbasis ist dabei die Framerate, also die Bilder pro Sekunde, die für den späteren Clip verwendet werden sollen. Meine Kamera (Nikon D7500) verwendet in der besten 4k-Auflösung eine Frame-Rate von 30 fps (frames per second), insofern habe ich dies auch für mich als Standardwert für 4k-Aufnahmen festgelegt. Dies mag aber jeder für sich selbst bestimmen, wobei man beachten sollte, dass höhere Raten auch mehr Datenmenge produzieren und niedrigere die Qualität des Clips sinken lassen.

Hat man schon eine Vorstellung, wie lang der spätere Zeitraffer-Clip werden soll, kann man über die Frame-Rate bereits die Anzahl der benötigten Einzelbilder bestimmen: 30 fps * Dauer in Sekunden. Bei 10 Sekunden benötigt man also 300 Einzelaufnahmen.

Man kann natürlich auch berechnen, wie lange man für eine bestimmte Bildsequenz benötigt, wenn man nur die Intervalllänge kennt. Die Intervalllänge, also der Zeitraum zwischen zwei Aufnahmen, ist sehr abhängig vom Motiv. Bei einem Sonnenuntergang würde man beispielsweise eher zu einer größeren Intervalllänge tendieren. Mit 5 Sekunden dürfte man hier das Verschwinden der Sonne hinreichend genau abbilden. Ein bewegtes Motiv erfordert aber einen kürzeren Zeitraum, beispielsweise 5 Sekunden. Es leuchtet schnell ein, dass bei gleicher späterer Cliplänge der Aufnahmezeitraum im ersten Fall 5x so lang ist wie beim zweiten Fall. Und wie lang ist der? Bei einem 10 Sekunden-Video und einem Intervall von 5 Sekunden wären dies: 30 fps * 10 Sekunden * 5 = 1500 Sekunden = 25 Minuten. Wenn man berücksichtigt, wie schnell die Sonne letztendlich am Horizont verschwindet, lassen einem also 5 Sekunden Intervalllänge genügend Spielraum, um den gesamten Vorgang abdecken zu können.

Hier noch ein paar Vorschläge für die Intervalllänge in Abhängigkeit vom Motiv (bei Tageslicht):

  • Wolken: je nach Windgeschwindigkeit zwischen 5 und 20 Sekunden
  • Sonnenuntergang: ca. 5 Sekunden
  • Verkehr, Menschen: ca. 1 Sekunde